Ab 27.3. im Kino: WESTEN (frei nach dem Roman Lagerfeuer‹ von Julia Franck.
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Zu Rücken an Rücken 

Nach dem internationalen Erfolg von ›Die Mittagsfrau‹ erzählt Julia Franck in ihrem großen neuen Roman Rücken an Rücken  eine ergreifende Familiengeschichte im Deutschland der 50er und 60er Jahre.


Ostberlin, Ende der 50er Jahre. Die Geschwister Ella und Thomas wachsen auf sich allein gestellt im Haus der Bildhauerin Käthe auf. Sie sind einander Liebe und Gedächtnis, Rücken an Rücken loten sie ihr Erwachsenwerden aus. Ihre Unschuld und das Leben selbst stehen dabei auf dem Spiel.
Käthe, eine kraftvolle und schroffe Frau, hat sich für das kommunistische Deutschland entschieden. Leidenschaftlich vertritt sie die Erfindung einer neuen Gesellschaft, doch ihr Einsatz fordert Tribut. Im Schatten scheinbarer Liberalität setzen Kälte und Gewalt Ella zu. Während sie mal in Krankheit flieht und mal trotzig aufbegehrt, versucht Thomas sich zu fügen, doch nur schwer erträgt er die Erniedrigungen und flüchtet in die unglückliche Liebe zu Marie.

Julia Franck zeichnet das Bild einer Epoche, die die Frage nach Aufrichtigkeit neu stellt. Sie erzählt von großer Liebe ohne Rückhalt und einer Utopie mit tragischem Ausgang – eine Familiengeschichte, die zum Gesellschaftsroman wird.

»Rücken an Rücken« in der Presse

»Eine virtuose Herstellerin poetisch aufgeladener Atmosphären. (…) radikaler ist die DDR bisher nicht als Totgeburt geschildert worden als in diesem eindrucksvollen magischen erzählerischen Gespinst der Julia Franck.« Tilman Krause, Literarische Welt

»absolut berührend.« Brigitte

»Unzweifelhaft ist aber auch, dass ›Rücken an Rücken‹ einen starken atmosphärischen Sog entwickelt, dem man als Leser schwer widerstehen kann.«

Christopher Schmidt, Süddeutsche Zeitung

 

»... Roman, der mit seiner hypnotisierenden Sprache einen eigenen Geltungsraum geschaffen hat, in den er den Leser hineinzieht, lähmt, fesselt und verschlingt. Erschüttert taucht man daraus hervor.«

Martin Ebel, Tages Anzeiger

 

»Man liest es, fasziniert und angewidert von dem Bösen, das den Kindern widerfährt. Weil Franck hier etwas überhöht beschreibt, das jeder kennt: Schaudern. Verlassen fühlen. Böses-Kind-Sein. Wer sich selbst nicht vergessen hat, wer noch weiß, welches Kind man war – den nimmt Julia Franck mit hinab in verschüttete Seelenschächte. Sie tut das ohne Scheu in sehr bildhafter Sprache, in Wettern und Lichtern, erinnerbaren Gefühlen in einem Gewirr aus Verzweiflung und ersten Erfahrungen und Empfindungen jener Art, die man immer bei sich tragen wird.«

Anja Maier, taz

 

»Die Beiläufigkeit, mit der Franck es schafft, eine Atmosphäre permanenten Misstrauens zu evozieren, zu zeigen, was es heißt, wenn die wahrgenommene Realität nicht der Realität der anderen, der Herrschenden entspricht, ist umwerfend. Selten las man so gerne auf schwankendem Untergrund.«

Anne Haeming, Spiegel online

»Die Mittagsfrau« in der Presse

So sinnlich, körperlich und klug wie in diesem Roman ist in der deutschen Literatur selten erzählt worden.
Claudia Voigt, Spiegel online

Dieser Roman hat im Prinzip alles, was es braucht. Talent und Handwerk und etwas zu sagen. Er ist heiß und kalt, grausam und idyllisch, sinnlich und sachlich.

Katharina Döbler, Die Zeit

Es ist ein tolles, ein wunderbar berührendes, ein frösteln machendes Buch.
Elmar Krekeler, Die Welt

»Die Mittagsfrau« (bisher Lizenzverkäufe in 35 Länder!) in der internationalen Presse

Julia Francks fesselnder, bildmächtiger Roman »Die Mittagsfrau« erinnert an die Plastizität von Christopher Isherwoods »Leb wohl, Berlin« und die Erzählkraft von Thomas Manns »Die Buddenbrooks«. Ein Bravourstück.
New York Times

Die Protagonistin von Julia Francks gefeiertem Roman »Die Mittagsfrau« ist eine der bewegendsten Figuren der europäischen Literatur über die Schrecken des zwanzigsten Jahrhunderts.
American Vogue

Man versteht sofort, warum »Die Mittagsfrau« den deutschen Buchpreis gewonnen hat: Julia Franck ist einer der eindringlichsten Romane gelungen, den ich je über das Deutschland des zwanzigsten Jahrhunderts gelesen habe. Unvergleichlich ist die Fähigkeit der Autorin, ein generationenübergreifendes Trauma auf völlig neue Art und Weise darzustellen – als hätte die 39-jährige beide Weltkriege erlebt und wäre als Zeugin zurückgekehrt. »Die Mittagsfrau« ist ein Meisterwerk.
The Independent

Ein großer Roman gegen das Schweigen, ein Laserstrahl in die deutsche Dunkelheit, von einer Autorin, die noch eine Menge zu sagen hat.
Evening Standard

Julia Francks Beschreibung von Elend und Verlust ist großartig, aber ebenso überzeugend ist ihr Talent, die Wärme des Glücks zu beschreiben.
The Times

 Julia Francks Stil ist minutiös und immer wieder überraschend, sie vermeidet jede Form der Psychologisierung und ein moralisches Urteil. Eindringlich sind die weibliche Homosexualität, die Orgien der wilden Zwanziger Jahre und die Heirat der Protagonistin mit einem Nazi-Ingenieur dargestellt.
Le Nouvel Observateur

Julia Franck beschreibt eindringlich mittels des Schicksals zweier Schwestern das Deutschland zwischen den Weltkriegen, das Berlin der wilden Zwanziger und den Aufstieg der Nationalsozialisten. Die Lektüre verführt, bewegt und lässt einem nach und nach das Blut in den Adern gefrieren. Alles ist aus der Innensicht der Protagonistin geschrieben, ohne je kommentiert oder theoretisiert zu werden – einer der Gründe für den großen Erfolg der ›Mittagsfrau‹.
Le Monde

 Julia Francks Fresko, das die Jahrzehnte zwischen dem Ersten Weltkrieg und der Katastrophe von 1945 umspannt, ist ein umgekehrter Bildungsroman, der das Wesen der deutschen Tragödie und ihre Irrwege zeigt. Helenes Schicksal gibt dem Buch Intensität und Kraft, verleiht jeder Seite Spannung und zeigt die Abgründe eines einzelnen Lebens im kollektiven Wahnsinn.
La Stampa

 Es sind Frauenaugen, mit denen wir die Welt dieses Romans betrachten, und das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sie so suggestiv und so sensibel geschildert wird, dass es einem kalt den Rücken herunterläuft. Aber selbst dann, wenn man die 430 Seiten dieses berührenden Romans gelesen hat, versteht man immer noch nicht, warum  Helene ihren kleinen Sohn Peter mit dem Köfferchen in der Hand und der nassen Hose, weil er, auf die Mutter wartend, nicht zur Toilette geht, auf dem Bahnhof zurücklässt. Trotzdem, oder gerade deshalb, muss man diesen Roman unbedingt lesen.
Gazeta Wyborcza

Häufig gestellte Fragen
In den Wochen und Monaten nach der Verleihung des Deutschen Buchpreises reiste Julia Franck in den vergangenen Jahren durch ganz Deutschland und ins europäische Ausland. Auf ihren Veranstaltungen bekam sie immer wieder Fragen von Lesern gestellt. Einige davon möchten wir an dieser Stelle zeigen:

Was bedeutet der Titel »Die Mittagsfrau«?
›Hinter dem Titel steht die Legende aus der Lausitz. Sie erzählt von einer helllichten, weißen Frauengestalt, die mit der Sichel über dem Kopf denjenigen erscheint, die über die Mittagszeit arbeiten, und einen Fluch über sie verhängt. Nur, wenn sie ihr eine volle Stunde von der Verarbeitung des Flachses erzählen, können sie ihrem Fluch entgehen. Im Verarbeiten von Flachs steckt für mich das Spinnen einer Textur, das deutlich macht, wie notwendig das Erzählen, das Weben von Geschichten für das Überleben ist. »Die Mittagsfrau« ist aber kein mythologischer Roman, insofern sich Helene diesem Dogma widersetzt und als unbedingten Rückzugsort ihr Schweigen wählt. Mit ihrer Wortlosigkeit bricht sie sämtliche Beziehungen. Nur ich als Erzählerin breche das Schweigen und erzähle von ihr.‹

Um Ihre Figur Helene haben Sie eine Mauer des Schweigens gezogen. Was macht die öffentliche Aufmerksamkeit, das Gespräch, mit Ihrem Buch?
›Das Sprechen ist sinnvoll in einer Gegenwart, in der glücklicherweise andere Überlebensstrategien als das Verstummen möglich und üblich sind. In seinem innersten Kern schweigt das Buch ohnehin. Es gibt keine Antwort auf die moralische Empörung, die man verspürt. Und auch das, was sich beantworten lässt, weist auf diesen Kern hin.‹

In »Die Mittagsfrau« spannen Sie einen Bogen vom Vorabend des Ersten Weltkrieges über die 20er Jahre, die Zeit des Nationalsozialismus bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Wie viel Recherche haben Sie dafür betreiben müssen?
›Für diesen Roman habe ich sehr lange recherchiert, wobei nur ein verschwindend geringer Teil davon in das Buch eingeflossen ist. Ich habe vor allem aus einem Fundus geschöpft, der aus inneren Bildern besteht. Solche inneren Bilder wachsen in jedem familiären Gedächtnis. Darunter gibt es neben den Bildern, die wir als Kinder erzählt bekommen auch die, die wir nicht erzählt bekommen und die trotzdem überliefert werden.‹

Bücher

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Leseprobe

Film ›Rücken an Rücken‹

von Daniela Schmidt-Langels

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Petra Ahne im Gespräch mit Julia Franck

Aktuelles Interview in der Berliner Zeitung

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