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Julia Franck Copyright: Thorsten Greve
Um Ihre Figur Helene haben Sie eine Mauer des Schweigens gezogen. Was macht die öffentliche Aufmerksamkeit, das Gespräch, mit Ihrem Buch?

»Das Sprechen ist sinnvoll in einer Gegenwart, in der glücklicherweise andere Überlebensstrategien als das Verstummen möglich und üblich sind. In seinem innersten Kern schweigt das Buch ohnehin. Es gibt keine Antwort auf die moralische Empörung, die man verspürt. Und auch das, was sich beantworten lässt, weist auf diesen Kern hin.«

In „Der Mittagsfrau“ spannen Sie einen Bogen vom Vorabend des Ersten Weltkrieges über die 20er Jahre, die Zeit des Nationalsozialismus bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges, Wie viel Recherche haben Sie dafür betreiben müssen?

»Für diesen Roman habe ich sehr lange recherchiert, wobei nur ein verschwindend geringer Teil davon in das Buch eingeflossen ist. Ich habe vor allem aus einem Fundus geschöpft, der aus inneren Bildern besteht. Solche inneren Bilder wachsen in jedem familiären Gedächtnis. Darunter gibt es neben den Bildern, die wir als Kinder erzählt bekommen auch die, die wir nicht erzählt bekommen und die trotzdem überliefert werden.«
Bibliografie:
S. Fischer Verlag
ISBN 978-3-10-022600-6
S. Fischer Verlag
ISBN 978-3-10-022604-4
Fischer E-Book
ISBN 978-3-10-400028-2
Fischer E-Book
ISBN 978-3-10-400029-9
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-596-14806-6
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-596-17552-9
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-596-17801-8
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-596-51056-6
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-596-51099-3
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