»So sinnlich, körperlich und klug wie in diesem Roman ist in der deutschen Literatur selten erzählt worden.« Claudia Voigt, Spiegel online
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»Mir hat ›Die Mittagsfrau‹ von Julia Franck den Atem geraubt - ganz großartig.« Christian von Zittwitz, BuchMarkt, Juni 2007
Die 36-jährige Autorin Julia Franck spannt einen weiten Bogen bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges, politische Ereignisse, philosophische Strömungen der Zeit grundieren das Buch, doch die große Kunst von Julia Franck liegt in den Schilderungen der Gefühle. Die Liebe der beiden Schwestern füreinander; die Melancholie der Mutter, die sich schließlich völlig in ihre eigne Welt einspinnt; Helenes gleißendhell brennendes erstes Verlieben. So sinnlich, körperlich und klug wie in diesem Roman ist in der deutschen Literatur selten erzählt worden.« Claudia Voigt, Spiegel online, 28.8.2007
»Julia Francks Figuren verdrängen, bis auch dem Leser Hören und Sehen vergeht - Helenes Gedanken verlieren sich mehr und mehr, und die Wirklichkeit wird umso bedrohlicher, je mehr die Protagonistin sie innerlich von sich wegschiebt. (...) Geblieben ist ihr (Helene) eine Abstumpfung der Seele, wie sie intensiver lange nicht beschrieben wurde.«
Susanne Messmer, Literaturen, September 2007
»Dieser Roman hat im Prinzip alles, was es braucht. Talent und Handwerk und etwas zu sagen. Er ist heiß und kalt, grausam und idyllisch, sinnlich und sachlich.«
Katharina Döbler, Die Zeit, 6.9.2007
Julia Franck hat sich mit diesem Buch in eine neue Dimension geschrieben. (…) Sie entwirft ein breites gesellschaftliches Panorama; erzählt detailreich, sinnlich und mit beinahe betäubender Eindringlichkeit.(...) Das Buch kandidiert zu Recht für den Deutschen Buchpreis.«
Rainer Kasselt, Sächsische Zeitung, 8.9.2007
»Julia Franck beschreibt derart packend und dicht, dass man das Buch nicht zur Seite legen kann, auch wenn die beklemmende Stimmung immer drückender wird. Ihr Tonfall ist eiskalt und schneidend klar und bietet dem Leser keine geistige Fluchtmöglichkeit.«
Christel Freitag, NDR Kultur, 10.9.2007
»Franck erzählt mit einer Intensität, die schaudern lässt.«
Freundin, 12.9.2007
»Es ist nicht nur ihr bisher bester Wurf; das erstaunlichste Erzählwerk dieses Bücherherbstes ist auch völlig zu Recht unter die letzten sechs des Deutschen Buchpreises 2007 geraten, auf die sogenannte Shortlist. (...) Wie Julia Franck emotionale Tiefengeschichten und Wechselwirkungen minutiös verwebt und dann fast lustvoll penibel wieder aufdröselt, ist großartig. (...) In diesen Kapiteln aus Peters Sicht gelingt der Autorin ein psychologisches Meisterstück.«
Mathias Schreiber, Der Spiegel, 17.9.2007
»Mit ausgeprägtem Feingefühl zeichnet Julia Franck ihr breit gefächertes Personenensemble. (...) all diese Charaktere wirken absolut stimmig. Mit der ›Mittagsfrau‹ hat Julia Franck eindrücklich unter Beweis gestellt, dass sie die begabteste und reifste Autorin aus der Generation ›Fräuleinwunder‹ ist.«
Peter Mohr, Hamburger Abendblatt, 19.9.2007
»Was sich wie ein Ende einer oft erzählten Geschichte ausnimmt, ist der Prolog zu einem ungewöhnlichen Roman von besonderer Dichte und großer sprachlicher Meisterschaft. (...) Julia Franck erschafft diese Welten und Zeiten, diese Gesellschaften und Personen in großer Intensität, ohne jeden dichterischen Kraftakt, mit tiefen Einblicken in schwierige psychische Verhältnisse und Beziehungen. Effizient baut sie den Spannungsbogen, sicher setzt sie die Motive, stützt sie sich auf Worte, Blicke, Gerüche und Sinne, einfühlsam gestaltet sie Sinnlichkeit, körperliche Nähe und Distanz.«
Klaus Zeyringer, Der Standard, 22./23.09.2007
»Ergreifend und sehr traurig.«
Alex Dengler, Bild am Sonntag, 23.9.2007
»Dieser Roman ist raffiniert gebaut und zieht den Leser durch eine sinnliche, auf Details und unmittelbare Wahrnehmungen konzentrierte Prosa immer wieder in seinen Bann. (...) ›Die Mittagsfrau‹ zeigt Julia Franck einmal mehr als mitreissende Erzählerin. Eine Anwärterin auf den Buchpreis? Auf jeden Fall!«
Alf Mentzer, hr-online, 24.9.2007
»Das ist Julia Francks Kunst: dass sie das Leben und den Charakter ihrer Figur in all ihrer Widersprüchlichkeit schildert und einem gerade durch diese Komplexität die Heldin nahebringt. (...) man bekommt immer mehr Respekt vor Francks Leistung, das alles völlig zusammenzubauen und zu einem stringenten, bei allem Detailreichtum nicht überladen wirkenden Roman zu machen. (...) Dass ihre Heldin Helene einen über mehr als 400 Seiten hinweg interessiert und auch fasziniert, liegt auch an Julia Francks genauer Sprache, an ihrem Ton.«
Anke Dürr, Spiegel Special, 5/2007
»Julia Frank ist eine Autorin, die erzählen kann und dies mit ihrem Roman ›Die Mittagsfrau‹ erneut beweist. Sie versucht darin das Erlöschen und Erkalten einer Figur vorzuführen, die nicht werden kann, was sie werden will, weil die Zeiten nicht danach sind. Doch die Perspektive, aus der hier erzählt wird, irritiert, denn nicht einzelne Figuren sind kalt, sondern der Blick auf sie.«
Uta Beiküfner, Berliner Zeitung, 27.9.2007
»Es ist ein tolles, ein wunderbar berührendes, ein frösteln machendes Buch.« Elmar Krekeler, Die Welt, 29.9.2007
»Die breite Schilderung der Gefühle ihrer Hauptfigur ist beeindruckend. Und das Repertoire der komplexen Frauenfiguren in der Literatur hat Zuwachs erhalten.« Antje Korsmeier, taz, 29.9.2007
»Gewandt und mit großer Kraft erzählt Julia Franck die Geschichte ihrer Protagonistin, sie lässt den Leser teilhaben an den Kriegszeiten zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts, an den wilden zwanziger Jahren und der darauf folgenden Ernüchterung. Nicht zuletzt nutzt die Autorin die Sprache, um die Atmosphäre zu verdichten und verleiht ihrem Buch damit eine beeindruckende und nachhaltige Tiefe.«
Irene Binal, ORF Ö1, Ex libris, 30.9.2007
»Julia Francks neuer Roman ist eines der stärksten Bücher dieses Herbstes. (...) Mit ihrem vierten Buch ist Julia Franck ein wirklich großer Roman geglückt.«
Brigitte, Bücherspecial, Oktober 2008
»Julia Franck hat sich viel vorgenommen mit diesem dicken Roman, doch wirklich: Keine der 430 Seiten ist überflüssig.«
Linn Schmidt, Vanity Fair, 4.10.2007
»Julia Franck verfügt über ein Gespür für die sprachliche Abbildung seelischer Vorgänge, die den Leser hellhörig machen für die vielen kleinen Verletzungen, die hinter dem Verstummen Helenes stehen.«
Bernhard Ott, Der kleine Bund, 6.10.2007
»Grandios der Auftakt, grandios das Schlussbild. Der Prolog, den Julia Franck ihrem Roman ›Die Mittagsfrau‹ voranstellt, der ein halbes Jahrhundert deutscher Geschichte durchmisst, zählt zum Besten, was in den vergangenen Jahren auf Deutsch geschrieben wurde.«
Karl-Markus Gauß, Die Presse, Spectrum,06.10.2007
»Man weiß gar nicht, wozu man Julia Franck mehr gratulieren soll: für die schnörkellose, poetische Sprache? Für die glaubwürdigen, ans Herz gehenden Figuren. Oder einfach nur für das Thema des Romans? Endlich ein Buch eines deutschen Schriftstellers, in dem mehr passiert als selbstverliebte Reflexionen über das eigene Sein oder gedehnte Sprachübungen. Endlich ein Buch, bei dem man sich nicht nach 20 Seiten fragt: Warum zur Hölle soll ich das lesen? (...) All ihre Talente - der nüchterne Erzählton, die präzise Schilderung des Zwischenmenschlichen hat sie in ›Die Mittagsfrau‹ perfektioniert.«
Matthias Wulff, Welt am Sonntag, 7.10.2007
»Ein großer, ein bewegender, der beste Roman seiner Art in diesem Jahr.« Focus, 8.10.2007
»Wie Franck diese tiefenpsychologische Diskrepanz sprachlich ausbreitet und erzählt, ihr einen Spielraum gibt, ihre Verlorenheit zu spiegeln, das war preiswürdig.«
Sophia Willems, Westdeutsche Zeitung, 9.10.2007
»Franck erzählt detailliert, geradlinig, spannend und dringt dabei tief ein in die deutsche Psyche vom Kaiserreich bis zum Kriegsende.«
Evelyn Beyer, Neue Presse Hannover, 09.10.2007
»Die nüchterne Härte, in der diese Ehe geschildert wird, gehört zu den Glanzstücken des Romans (...) Das Wesentliche, sagt ein Sprichwort, kann man nicht sehen, es ist unsichtbar und nur dem Herzen zugänglich. Bei Julia Franck kann man es mit Händen förmlich greifen, mit der Nase riechen (...) ›Die Mittagsfrau‹ ist (...) ein großer Roman über das Schweigen (...)«
Edo Reents, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2007
»In einigen Momenten glaubt man, Grass zu lesen oder Johnson.«
Marie Schmidt, Abendzeitung, München, 10.10.2007
»(...) all das ist psychologisch einfühlsam und dabei nie pathetisch erzählt. Da soll keiner sagen, dass in der deutschsprachigen Literatur nicht sinnlich erzählt werden kann.«
annabelle, 18/07
»›Die Mittagsfrau‹ ist mit ihrer Unaufgeregtheit und ihrer versierten Erzählweise eine sichere, aber keine schlechte Wahl für den renommierten Buchpreis. Es ist vor allem eine großartige, im Familiären verankerte Vergegenwärtigung deutscher Geschichte.«
Christine Diller, Münchner Merkur, 10.10.2007
»Ein Roman von großer Eindringlichkeit und ein sprachliches Meisterwerk.«
Für Sie, 13.10.2007
»Es ist erstaunlich, mit welcher Vorstellungskraft und sprachlichen Einfühlsamkeit eine 37-jährige sich in diese Zeit hineinversetzt.«
Jens Tartler, Financial Times Deutschland, 15.10.2007
»›Die Mittagsfrau‹ ist ein großer Roman, eine Geschichte ohne Happy End, ein Zeitgemälde, das in einer schmerzhaft genau erzählten Familiengeschichte von Schicksal und Verflechtung in die Zeitgeschehnisse handelt.«
Luzerner Zeitung, 17.11.2007
»Stark ist dieser Roman immer dann, wenn er ganz bei seinen Figuren bleibt und ihr Schicksal nicht den Erfordernissen einer Nachhilfelektion in den Wechselfällen deutscher Geschichte unterordnet.«
Denis Scheck, Tagesspiegel, 02.12.2007
»Wiederholen wir zwangsläufig unser Schicksal, oder sind wir fähig, die Fesseln der eigenen Vergangenheit abzulegen? Dass die 37jährige Berliner Schriftstellerin sich nicht auf eine endgültige Antwort festlegt, sondern es beim Erklärungsversuch belässt, macht den Zauber des Buches aus und hat den renommierten Preis verdient.«
Regula Freuler, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 2.12.2007
»So minutiös und minimalistisch stechend, wie Julia Franck hier einen atemraubenden Gefühlsschock mit wenigen Worten benennt, sind viele Stellen ihres Romans ›Die Mittagsfrau‹ geraten.«
Der Spiegel, 31.12.2007
»Wenn Sie nur ein Buch im Sommer lesen wollen, dann dieses!«
Helge Denker, Bild.de
9.7.2009